Egal in welcher Form ein Unternehmen heute im Internet präsent und aktiv ist, gilt: Alle Informationen, Inhalte und Aktionen, die von ihm und/oder über es ins Netz gelangen, sind erst einmal öffentlich. “Public by default” ist hier die Norm – dies hat den Unternehmen eine enorme Reichweite und Erreichbarkeit des Marktes ermöglicht. An dieser Stelle stößt das Internet jedoch für Unternehmen an seine Grenzen, denn es verwehrt das vertrauliche und geschützte Miteinander des Geschäftslebens. Wofür es bislang keine Alternative gab.
Öffentlichkeit ist im World Wide Web per definitionem gegeben. Diese Omnipräsenz ist in bestimmten Produkt- und Marktsegmenten sehr oft auch erwünscht. Schnell und leicht gefunden zu werden lassen sich die Unternehmen etwas kosten. Seit Google-Gedenken ist unter den Unternehmen ein richtiger Wettkampf entbrannt, in der Trefferliste ganz oben gefunden zu werden. In den sozialen Netzwerken wie Facebook und Co. nicht präsent zu sein, gilt als hinterwäldlerisch. Ganze Marketingabteilungen arbeiten daran, das Unternehmens-”Profil” im Web zu etablieren, das die bestmögliche Ansprache der Kunden verspricht. Der Zugang zu den Kunden gestaltet sich problemlos, da ein ausgefeiltes User-Profiling seitens der Internetkonzerne sicherstellt, dass die “richtigen und passenden” Kunden angesprochen werden – natürlich gegen einen Obolus. Um die Zielgruppen genauer identifizieren und charakterisieren zu können, werden immer mehr Informationen und Inhalte der User gesammelt und ausgewertet: Das ist der Stoff, aus dem der Profit gemacht wird. Es profitieren beide Seiten, die die User-Profile liefert und die, die sie einkauft.
Doch was bedeutet es für ein Unternehmen in letzter Konsequenz, sich “mit Haut und Haar” auf das Geschäft mit den Internetkonzernen einzulassen? Weiterlesen